
» Modernste Technik wie die Echokardiographie gestattet den Ärzten der Nachsorgeklinik Tannheim exakte kardiologische Befunde. Und natürlich ist das Verfahren für unsere Patienten absolut schmerzfrei!

Dr. med. Thomas Borth-Bruhns
Chefarzt Kardiologie
Tel.: 0 77 05 / 92 02 74
borth-bruhns@tannheim.de
Trotz aller medizinischer Fortschritte ist ein angeborener Herzfehler je nach Ausmaß eine lebensbedrohliche Erkrankung. Die Korrektur-Operation komplexerer Herzfehler ist mit einer Operationsletalität von 1 - 5 % behaftet. Ungefähr die gleiche Zahl von Operationen ist mit Komplikationen verbunden, die zu einer bleibenden Schädigung oder zu einem langwierigen intensivmedizinischen Verlauf führen. Bei ungefähr 20 % aller operierten Kinder ist das Ergebnis der Operation so schlecht, dass man von einem chronisch kranken Kind mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit und möglicherweise verkürzter Lebensdauer sprechen muss. Die Zahl an Patienten, die in Folge des Herzfehlers und bedeutungsvoller Restbefunde langfristig eine schwere chronische Herzerkrankung entwickeln wird, dürfte in den kommenden Jahren stark ansteigen.
Die akute Lebensbedrohung in der Operationszeit, die ungewisse Zukunft bei nicht voll korrigierbaren Herzfehlern und das chronische Kranksein mit allen Implikationen im täglichen Leben sind typische Belastungsfaktoren des Patienten und seiner Familie. Unter diesen Aspekten dürfte bei mindestens 30 % aller kindlichen Patienten mit angeborenen Herzfehlern eine Indikation zur Familienorientierten Rehabilitation gegeben sein. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist die Schwere des Herzfehlers nicht entscheidend für das Maß der Belastung. Es ist deshalb nicht sinnvoll, einzelne Indikationen nur in Abhängigkeit von der Art des Herzfehlers zu formulieren. Die medizinische und die psychosoziale Indikation für den Patienten und für die Familie muss in jedem Einzelfall gestellt werden.